2021

Mit dem Projekt “Ernteweg” wollen wir essbare Wälder entlang eines Pfades in der Stadt Halle an der Saale anlegen. Die Wälder bestehen aus Obstbäumen und Beerensträuchern sowie mehrjährigen Stauden und Blumen, die zur Vitalität des “Ökosystems” beitragen und Habitat und Nahrung für Insekten, Bodenlebewesen und Mikroorganismen bieten, die von allgemeiner Bedeutung für die Vitalität unserer Grünflächen sind. 

 

Der “Ernteweg” soll aus mehreren, zentral gelegenen Stationen bestehen und Halle zu einer “essbaren Stadt” transformieren sowie die Bürger*innen für natürliche Vorgänge, Nachhaltigkeit und darüber hinaus für die Möglichkeiten zur Anpassung an den Klimawandel auf lokaler Ebene sensibilisieren.

 

Die Areale des “Erntewegs” sind so konzipiert, dass sie die natürliche Funktionsweise eines Waldes mit seinen diversen Schichten auf simple und effiziente Weise imitieren. Die Verwendung von organischem Mulch auf der Bodenoberfläche ermöglicht das Konservieren von Bodenwasser und fungiert als Nahrung für Pilzmyzelien, die das Nährstoff- und Wassereinzugsgebiet der Pflanzen beträchtlich vergrößern. Außerdem trägt dieser, sowie die schiere photosynthetische Aktivität der Bäume und Sträucher, zur Kohlenstoffspeicherung und zur Verbesserung der Luftqualität bei. Populationen von Insekten, Bodenlebewesen und Mikroorganismen, auf die wir zum Funktionieren unseres regionalen und globalen Ökosystems bekannterweise angewiesen sind, können sich regenerieren, indem man ihnen Habitat und Nahrung bereitstellt. In unserem Projekt ermöglichen wir dies, neben den Bäumen und Sträuchern, durch Stauden, Kräuter und Blumen. Zudem ist eine lokale Produktion von Obst deutlich umweltfreundlicher, da keine langen Transportwege und somit Emissionen anfallen.

 

Mit unserem Projekt wollen wir unter anderem einen Stimulus geben, welchen Effekt dieses Konzept und ein regionales Kreislaufdenken auf einer größeren Skala haben kann.

Die Flächen für das Projekt wurden bereits in Kooperation mit der Stadt Halle festgelegt und bewilligt und das Projekt wurde Anfang 2021 mit großer Freude begonnen.

Vorher

Nachher





2020

 

Im Projekt "the circle of life" (der Kreislauf des Lebens) wollen wir Permakultur und Tierschutz miteinander vereinen. Die Ressourcen werden am Standort recyclet, um so auf die natürlichen Stoffkreisläufe aufmerksam zu machen, an denen die unterschiedlichsten Lebewesen teilhaben. Ebenso sollen Tiere des Vereins mit in den Prozess des Anbaus integriert werden und wiederum Nahrung für sie gepflanzt werden.

Kaninchen beispielsweise sind gute Helferlein, sie fressen "Unkräuter" wie Löwenzahn oder Vogelmiere und scharren auf dem Boden unter ihnen (Hühner tun dies auch). Damit bereiten sie den Boden bestens für die

Aussaat vor. Ziegen können u.a. als "Rasenmäher" fungieren und den Boden durch ihre Hinterlassenschaften düngen. Bei einer Aktion im Januar wurden bereits Wurmtonnen

konstruiert, in denen bald organische Abfälle zu nährstoffreicher Komposterde

umgewandelt werden sollen. Diese dienen zumal der Demonstration, denn ein Ziel

der Kooperation ist es Umweltbildung

(z.B. Workshops, Klassenausflüge) für groß und klein am Standort anzubieten.

 

 

 


2019

 

Im Jahr 2019 lag unser Hauptaugenmerk auf dem Bau weiterer Hochbeete mit der Nachbarschaft in Freiimfelde sowie unserer Workshopreihe über Permakultur. 

 

Weitere Bilder aus dem Jahr 2019 gibt es hier.



2018

 

Im Jahr 2018 wurde die "Brache" großflächig ausgeräumt und planiert, um dort den "Bürgerpark FreiFeld" etablieren zu können. Aufgrund dieser Maßnahme begannen wir unsere Arbeit etwas später im Mai. Dazu gehörte der Bau von mehreren Hochbeeten und deren Bepflanzung mit der Nachbarschaft.

 

Im September wurde von den Akteurinnen und Akteuren des Bürgerparks das "All you can plant festival" veranstaltet. Zu diesem Anlass bot der FoodForest Halle e.V. eine Führung durch den Urban Gardening Bereich inklusive eines kostenlosen Workshops über Grundlegendes zur Permakultur an.

 

Weitere Bilder aus dem Jahr 2018 gibt es hier.

360°: Die Brache nach der Planierung 2018 


2017

Der FoodForest Halle e.V. wurde im Februar 2017 von Stefano Massa gegründet. Nachdem er bereits in Nemi (Italien) ein Pilotprojekt über food foresting verwirklicht hatte - "la foresta commestibile"  - zog er nach Halle und wollte auch hier einen auf Permakultur basierenden Gemeinschaftsgarten initiieren.

 

Nach der Bewilligung der Stadt Halle ging es an die Arbeit in der Landsberger Str. 29 im Stadtviertel Freiimfelde.

Drei Hochbeete wurden aus dem, was das brach liegende Grundstück hergab errichtet und mit Kräutern und Tomaten- und Artischockenmischkulturen bepflanzt.

 

 

 

Mit der Comeniusschule wurde bei mehreren Aktionen unter dem Titel "grünes Klassenzimmer" kreativ in u.a. Reifen und alte Schuhe, die auf dem Grundstück entsorgt wurden, Blumen gepflanzt, die Bienen Lebensraum bieten sollten.

 

Weitere Bilder aus dem Jahr 2017 gibt es hier.